


Teneriffa besitzt wegen der Grösse und der Höhe klimatisch, geologisch und botanisch die grössten Gegensätze aller Kanarischen Inseln. Sie ist deshalb auch die artenreichste Insel im gesamten Atlantik. Auf ihr sind die Vegetationszonen besonders gut ausgeprägt (siehe Radarbild). Botanisch sind die Lorbeerwaldgebiete (Anaga-, Tenogebirge und in den Barrancos), das Orotava-Tal und die Hochgebirgslagen sehr interessant.
Die Vegetationszonen der Insel sind im Satellitenbild sehr deutlich zu erkennen. Der Norden ist auffallend grün, der Süden dagegen hell. (NASA, verändert)
Erklärung: Das höchstgelegene Areal des Teide ist die Zone des Teideveilchens. Nur wenige Pflanzenarten können unter den hier vorherrschenden extremen Bedingungen existieren. Weiter bergabwärts schliessst sich eine artenreichere Vegetationsformation mit dem dominierenden Ginster an. Darunter folgt die geschützte breite Zone des Kiefernwaldes. Die Kanarenkiefer ist hervorragend an diesen Standort angepasst. Sie kämmt aus den Wolken Wasser aus und gibt es an die Umgebung weiter. Zudem kann sie Waldbrände gut überstehen.
Im Norden sind die Wälder dichter als im Süden, was an den mehr trockeneren Verhältnissen liegt. Im Norden der Insel, unterhalb der Kiefernwälder, wo sich die Passatwolken häufig stauen, existiert die weltweit einzigartige und sehr artenreiche Lorbeerwaldzone mit mächtigen Bäumen und grossen Farnen. Natürliche Lorbeerwälder wurden an guten Standorten in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt, daher sind heute gut erhaltene Lorbeerwälder auf steile Berglagen und die Barrancos beschränkt, dazwischen dominiert der Baumheidebusch. Die unterste Zone auf Teneriffa bildet der trockene Sukkulentenbusch. Eine genaue Beschreibung der einzelnen Pflanzenarten und den jeweiligen Zonen gibt es im Kapitel über die Pflanzengesellschaften der Kanarischen Inseln.
Die Wolkenzone erfasst im Sommer nur die Lorbeer- und Kiefernwaldzone. Sowohl die darüber, als auch die darunter liegenden Gebiete bleiben trocken. (Foto: NASA, verändert)
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1971 wurden auf den Las Cañadas del Teide aus Korsika stammende Mufflons (Ovis ammon musimon) gebracht. Da ihre Nahrung zu einem hohem Prozentsatz aus endemischen Pflanzen besteht, ist dringend darauf zu achten, dass die Bestandsdichte nicht gross wird. Weite Informationen zur Tierwelt Teneriffas werden im Kapitel Tiere der Kanaren behandelt.
Bei dem grossen Freizeit-Angebot mit vielen Tierparks, sollten auch die botanischen Anlagen und Blumen beachtet werden. Diese tropischen Gärten sind vielfältig und oft mit einer grossen Artenfülle.