
Natur La Palma
Weite Waldflächen mit alten Bäumen und fruchtbare Gebiete sind das Kennzeichen der Kanarischen Insel La Palma . Der Grund ist die höhere Niederschlagsmenge im Vergleich zu den trockeneren Nachbarinseln. Im Nordosten, in der Nahe von Los Sauces befindet sich das berühmteste Waldareal. Es ist der Wald von Los Tilos, der Berühmtheit durch die uralten Pflanzenarten erlangt hat. In diesem Mischwald-Naturschutzgebiet leben verschiedene Farne. Sie sind lebende Fossilien aus längst vergangener Zeit, denn die ausgesprochen guten klimatischen Bedingungen haben den Lebensraum über Jahrtausende kaum verändert.
Die Formen dieses Kanarischen Waldes sind auf der Welt einzigartig
und es entsteht der Eindruck, als befände man sich in einem Märchenwald. Das Areal wurde von der UNESCO unter Schutz gestellt. Die grüne Insel zeigt eine deutliche Zonierung der Pflanzen- gesellschaften. An der gesamten trockenen Küste kommt Sukkulentenbusch vor, im Übergang zum eigentlichen Wald Thermophiler Buschwald und innerhalb der Wolkenzone gut ausgeprägter Lorbeer- und Kiefernwald.
Wasserreich ist die Schlucht Las Angustias, die bei einem Besuch der Inseln nicht verpasst werden sollte.
La Palma ist reich an endemischen Pflanzenarten und der Naturschutz, mit Schutzgebieten unterschiedlicher Kategorie, spielt auf der Insel eine grosse Rolle. 84 Pilzarten sind auf La Palma registriert worden, davon sind erst im Jahr 2006 20 neue Spezies entdeckt worden.
Die grosse Höhe der Insel im Vergleich zu ihrer geringen Grundfläche und ihre geologische Struktur haben zu der Theorie geführt, dass grosse Bereiche der Insel eines Tages ins Meer abrutschen und einen grossen Tsunami auf Mittelamerika auslösen könnten. Hierzu gibt es von Seiten der Wissenschaftler jedoch sehr widersprüchliche Ansichten.