

Im Norden Lanzarotes liegt mit 670 m der höchste Berg, der Peñas del Coche. Er ist jedoch nicht hoch genug, um Passatwolken zu stauen. Die Niederschlagsmenge ist mit 135 mm pro Jahr die geringste aller Kanarischen Inseln. Nur im Norden fällt nennenswerter Regen im Winter. Daher verwandelt sich hier die Landschaft im Frühjahr in einem wahren Blütenteppich. Zudem ist die Gegend ausserordentlich reich an Palmen, was sie beeindruckend schön macht. Bei den Palmen handelt es sich um die typische Kanarenpalme (Phoenix canariensis). Foto: NASA
Die trockenen klimatischen Bedingungen auf Lanzarote las
sen flächenhaft eine reiche Vegetation nicht aufkommen, Wälder kommen nicht vor. Aber von den ersten Eroberern wurde die Insel als grün und blütenreich beschrieben. Tatsächlich lassen sich noch heute Reste von Lorbeerwald-Vegetation auf den höchsten Berggipfeln finden. Im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung und insbesondere nach den grossen Vulkan-Ausbrüchen zwischen 1730-36 sowie 1824 und einigen Trockenjahren, sind jedoch grosse Teile der Inselfläche vegetationsarm und von jungem Vulkanismus be
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Wasser war schon seit je her das kostbarste Gut der Menschen. Es gibt keine Bäche, so mussten die Einwohner mit dem Wasser sorgfältig umgehen. Heute versorgen Wasser-Entsalzungsanlagen weite Teile der Bevölkerung.
Vom Satelliten aus, sind die kargen vulkanischen Gesteinsmassive gut sichtbar und eine Vegetations-Zonierung wie z.B. auf Teneriffa ist nicht zu finden. Die Kontraste werden nur durch unterschiedliche Vulkangesteine verursacht, deren Alter stark variiert.
Trotz der Nähe zur Sahara, sind die klimatischen Verhältnisse auch im Sommer angenehm, da der kalte Atlantikstrom einer hohen Lufterwärmung entgegen wirkt. Heiss wird es für einige Tage lediglich dann, wenn bei besonderen Wetterlagen Calima-Winde Saharastaub nach Lanzarote führen und Höchsttemperaturen um die 40 Grad erzeugen können. Dieses beeindruckende Naturschauspiel dauert nur wenige Tage an. Siehe dazu auch das Kapitel über das Klima der Kanarischen Inseln. Das aktuelle Wetter mit Wettervorhersage gibt es hier.
Winde aus der Sahara haben auf die Insel den gelben Sand gebracht. So hat Puerto del Carmen einen 10 km langen Sandstrand mit zahlreichen Restaurants. Auch im Süden (Playa Blanca) gibt es herrliche Sandstrände.
Tiere des Meeres
Besonderer Anziehungspunkt für viele Touristen sind die Wal- und Definfahrten. Die Meeresfauna ist nicht nur artenreich, sondern auch sehr fischreich.
Die Tierwelt der Insel ist dagegen wegen sich wenig unterscheidenden Biotopen artenarm, beherbergt aber dennoch einige Besonderheiten, wie den weissen Krebs (Remipedia) am Strand von Jameos del Agua und die Eidechse Gallotia atlantica. Bei den Vögeln fallen der vom aussterben bedrohte Eleonorenfalke und der Fischadler auf.