Guinea-Lagartario (Lagarto de Salmor) - El Hierro
Auf El Hierro lebte eine Rieseneidechse (Gallotia goliath), die weit über 1 m gross werden konnte. Den Ureinwohnern diente sie als Nahrung, wie verkohlte Knochenreste beweisen. Sie wurde aber auch gejagt weil erwachsene Tiere pflanzliche Kost bevorzugten und Gartenpflanzen frassen. Später wurden die Tiere gefangen, um anschliessend ausgestopft und verkauft zu werden. Die Rieseneidechse galt als ausgestorben, bis 1974 der Architekt Werner Bings, ein Hobby-Eidechsenforscher,
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Das Weibchen gräbt im Frühjahr eine Höhle und legt etwa 10 Eier in sie hinein (im Lagatario befindet sich zur Demontration eine hinter Glas angelegte Bruthöhle). Durch die Sonnenwarme werden die Eier bebrütet. Die jungen Riesen-Eidechsen schlüpfen, klettern an die Oberfläche und ernähren sich zunächst von Insekten, bis sie mit zunehmendem Alter immer mehr Pflanzen bevorzugen.
2005 und 2006 konnten am Roque Chico del Salmor kleine Rieseneidechsen beobachtet werden, was beweist, dass die Auswilderungen mit Erfolg gekrönt waren.
Die Bedeutung der Tiere ist auch daraus zu ersehen, dass sie sogar auf einer spanischen Briefmarke abgebildet wurden.
Auf Gomera lebt eine nahe verwandte sehr seltene Art (Gallotia simonyi gomerana).
Die Rieseneidechsen-Aufzuchtstation und das Museumsdorf Guinea liegen direkt beieinander. Der Eintritt berechtigt zu geführten Rundgängen beider Einrichtungen. Gruppen sollten sich vorher anmelden, denn maximal 15 Personen sind pro Führung zugelassen.
Lagartario - Centro de Recuperación del Lagarto Gigante del Hierro
Carretera General Las Puntas, s/n
E-38911 Frontera
Tel. 922 55 50 56. Fax 922 55 50 64
Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Samstag 10:30-14 Uhr und von 17-19 Uhr, am Sonntag von 11-14 Uhr. Im Winter schliesst das Museum wochentags eine Stunde früher.